Covid-19, Coronavirus

Postvirale Syndrome wie ME/CFS und Long COVID zählen zu den großen medizinischen Herausforderungen unserer Zeit. Rund 10 % aller Patient*innen entwickeln nach Virusinfektionen ein postvirales Syndrom – mit erheblichen gesundheitlichen, sozialen und volkswirtschaftlichen Folgen.

Der Universitätslehrgang qualifiziert Gesundheitsberufe praxisnah, interdisziplinär und evidenzbasiert, um Patient*innen mit postviralen Syndromen frühzeitig zu erkennen, korrekt zu diagnostizieren und leitlinienkonforme, individuelle Therapiekonzepte umzusetzen.

Mehr Versorgungsqualität | Entlastung des Gesundheitssystems | Nachhaltige Verbesserung der Lebensqualität

Einzelne Module können als individuelle Weiterbildung gebucht werden.
 

Im Überblick

Im Überblick

Dauer: 2 Semester, berufsbegleitend

ECTS: 30

Abschluss: Abschlusszeugnis

Kosten: € 4.000,-

Start: Wintersemester 2026/27


Online Informationsabend

Mittwoch, 20. Mai 2026 - Beginn 19:00 Uhr

Zugangslink: https://us05web.zoom.us/j/85995784734?pwd=XXtF6TobxqQlwObncbiWXMu9gwFOZQ.1

Qualifikationsprofil & Learning Outcomes

Die Absolvent*innen werden aufgrund der erlangten Kenntnisse befähigt, Patient*innen mit PostviralenSyndromen frühzeitig zuerkennen, eine evidenzbasierte Diagnostik anhand aktueller Guidelines durchzuführen sowie ein individualisiertes Behandlungskonzept zu erstellen.


Sie sind in der Lage:

  • aktuelle Forschungsergebnisse in Bezug auf postvirale Syndrome korrekt zu interpretieren, 
  • Grundlagen der Mikrobiologie/Infektionsserologie bzw. der  Covid-19 Pandemie zu verstehen, 
  • das Krankheitsbild von ME/CFS umfangreich kennenzulernen und pathophysiologisch zu verstehen, 
  • Patient*innen mit Verdacht auf postvirale Syndrome, anhand des D-A-CH Konsensus-Statement abzuklären, 
  • ein einfaches therapeutisches Konzept für Patient*innen, welche anpostviralen Syndromen erkrankt sind, 

zu erstellen.


Das Studium entspricht dem Niveau 4 des Europäischen Qualifikationsrahmens für lebenslanges Lernen (EQR).
 

Bedarf & Relevanz

Postvirale Syndrome treten nach Virusinfektionen in etwa bei 10% aller Patient*innen auf. Ein Häufigkeitsgipfel trifft dabei weibliche Personen im Alter zwischen 25 und 45 Jahren.
Leitsymptom ist dabei die Post Exertional Malaise mit einer ausgeprägten Belastungsintoleranz, wobei die Lebensqualität der Betroffenen deutlich eingeschränkt ist. Aktivierende Therapiemaßnahmen sind kontraindiziert, weshalb neben gesundheitlichen oftmals auch soziale bzw. finanzielle Sorgen hinzukommen. Ein multiprofessionelles Setting ist daher unumgänglich, um hier den Gesundheitszustand der Patient*innen nachhaltig verbessern zu können.


Für die Absolvent*innen des Universitätslehrgangs Diagnostik und Therapie von Postviralen Syndromen ist insbesondere die multidisziplinäre Vernetzung und Zusammenarbeit mitfolgenden Berufsgruppen relevant: 

  • Ärztinnen und Ärzte,  
  • Physiotherapeut*innen, 
  • Ergotherapeut*innen, 
  • Psycholog*innen sowie 
  • Pflegekräften.
     

Zielgruppe

Personen, die ein vertieftes Verständnis für postvirale Syndrome erlangen und sich Kenntnisse zu deren Diagnostik, Behandlung und Betreuung aneignen möchten.

  • Ärzt*innen
  • Pflegekräfte
  • Physiotherapeut*innen
  • Ergotherapeut*innen
  • Psycholog*innen
  • sowie weitere Gesundheitsberufe mit mindestens zwei Jahren Berufserfahrung.

Voraussetzungen für die Zulassung

Eine abgeschlossene Berufsausbildung im 

  • medizinischen,
  • psychologischen oder 
  • pflegerischen Bereich oder
  • im gehobenen medizinisch-technischenDienst,

und 

  • eine mindestens 2-jährige Berufspraxis.
     

Die Absolvierung von einzelnen Unterrichtsfächern als Weiterbildungsveranstaltung ist nach Maßgabe freier Kapazitäten möglich. Die Auswahl und Zustimmung obliegt der Lehrgangsleitung.
 

Aufbau & Gliederung

Der Universitätslehrgang Diagnostik und Therapie Post viraler Syndrome 

  • wird berufsbegleitend angeboten
  • umfasst 2 Semester 
  • gliedert sich in 5 Module 
  • und eine Abschlussarbeit 

für welche insgesamt 30 ECTS-Anrechnungspunkte vergeben werden.

Die Abfolge der Module ist nicht aufbauend und kann von der Lehrgangsleitung geändert werden.

Lehrgangsinhalte

  • Grundlagen in Diagnostik von postviralen Syndromen
  • Therapeutische Optionen am Beispiel ME/CFS
  • Aktuelle Forschungsergebnisse
  • Management der Erkrankung ME/CFS
  • Hospitation
  • Abschlussarbeit

Der Besuch einzelner Module/Lehrveranstaltungen als individuelle Fortbildung ist möglich.

Abschluss

Der Universitätslehrgang gilt als erfolgreich absolviert, wenn alle Prüfungen und Praktika sowie die schriftliche Abschlussarbeit positiv abgeschlossen wurden. Nach positiver Erbringung sämtlicher, im gegenständlichen Curriculum vorgesehener Leistungsnachweise wird den Absolvent*innen des Universitätslehrgangs ein Abschlusszeugnis der Medizinischen Universität Graz ausgestellt.

Kosten

Die Kosten für den Universitätslehrgang betragen € 4.000,-.

Einzelne Module können als individuelle Weiterbildung gebucht werden. Die Kosten pro Modul betragen € 1.000,-.

Termine

Der nächste Universitätslehrgang startet vorraussichtlich im Wintersemester 2026/27. 

 

Einzelne Module können als individuelle Weiterbildung gebucht werden. Die Kosten pro Modul betragen € 1.000,-. 

 

Anmeldeschluss für Einzelmodulbuchungen für das Wintersemester 2026/27 ist der 30. September 2026.

Modul 01

15.10. - 18.10.2026

05.11. - 08.11.2026

Grundlagen in Diagnostik von postviralen Syndromen                                                                
Modul 02

20.11. - 21.11.2026

Therapeutische Optionen am Beispiel ME/CFS

 

Anmeldeschluss für Einzelmodulbuchungen für das Sommersemester 2027 ist der 28. Februar 2027.

Modul 03

11.03. - 14.03.2027

Aktuelle Forschungsergebnisse 
Modul 04

15.04. - 18.04.2027

07.05. - 08.05.2027

Management der Erkrankung ME/CFS                                                                                         

Online Informationsabend

Mittwoch, 20. Mai 2026 - Beginn 19:00 Uhr

Zugangslink: https://us05web.zoom.us/j/85995784734?pwd=XXtF6TobxqQlwObncbiWXMu9gwFOZQ.1

Lehrgangsleitung

Wissenschaftliche und organisatorische Lehrgangsleitung

DDr. Thomas Weber
 

Stellv. wissenschaftliche und organisatorische Lehrgangsleitung

Univ.-Prof.in Dr.in Andrea Grisold

Kontakt

Dr. med. univ. Dr. scient. med
Thomas Michael Weber