Postgraduate School

Sonderausbildung in der Pflege bei Nierenersatztherapie

Der Universitätslehrgang Sonderausbildung in der Pflege bei Nierenersatztherapie vermittelt spezifisch pflegerisches und medizinisch-technisches Wissen für den Spezialbereich Pflege bei Nierenersatztherapie, macht ethische Grundsätze bewusst und zeigt Methoden zur Kommunikation und Weiterentwicklung der eigenen Persönlichkeit auf. Durch die fachspezifischen Praktika wird die Wissenszirkulation zwischen der Theorie und der Praxis gefördert.

Die Absolventinnen und Absolventen des Universitätslehrganges Sonderausbildung in der Pflege bei Nierenersatztherapie reflektieren ihr berufliches Handeln auf Basis von wissenschaftlichen Erkenntnissen und passen dieses durch den Einsatz von entsprechenden Maßnahmen an.

Sie sind in der Lage:

  • das spezifisch pflegerische und medizinisch-technische Wissen in der Theorie zu erklären und in der Praxis zielgerichtet anzuwenden
  • den Pflegeprozess bei Patientinnen und Patienten aller Altersgruppen mit den verschiedenen Eliminationsverfahren fachgerecht umzusetzen
  • den Bedarf von pflegerischen und pflegetherapeutischen Interventionen zu erkennen und individuelle und situationsspezifische Maßnahmen zu setzen
  • die Beziehungsgestaltung und Kommunikation mit chronisch kranken Menschen und dessen Bezugspersonen situationsspezifisch anzupassen
  • Handlungen im rechtlichen, organisatorischen und ethischen Rahmen umzusetzen • die Notwendigkeit zur Durchführung von medizinisch-diagnostischen und medizinisch-therapeutischen Maßnahmen zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu setzen
  • die Organisation und Koordination des Behandlungs-, Pflege- und Betreuungsprozesses in einer berufsgruppenübergreifenden Zusammenarbeit und einer sicheren Arbeitsumgebung durchzuführen
  • Maßnahmen zur Entwicklung und Sicherheit von Qualität im Spezialbereich zu definieren 

Der Spezialbereich der Pflege bei Nierenersatztherapie stellt einen hochkomplexen Bereich dar. Im Sinne der Qualitätssicherung ist diese setting- und zielgruppenspezifische Spezialisierung unabdingbar, da der spezielle Tätigkeitsbereich über die in der Grundausbildung vermittelten Kenntnisse und Fertigkeiten hinausgeht. Der Universitätslehrgang vermittelt eine vertiefte, wissenschaftliche und methodisch hochwertige Ausbildung, um den steigenden Anforderungen gerecht werden zu können. Gemäß dem Gesundheits- und Krankenpflegegesetz (GuKG) idgF ist die Ausbildung zur Ausübung für Spezialisierungen verpflichtend und sowohl Basis- als auch die spezielle Zusatzausbildung sind innerhalb von fünf Jahren nach Aufnahme der Tätigkeit im Spezialbereich erfolgreich zu absolvieren.

Der Universitätslehrgang Sonderausbildung in der Pflege bei Nierenersatztherapie wendet sich an:

Angehörige des gehobenen Dienstes für Gesundheits- und Krankenpflege, die im Nierenersatztherapie- oder Apheresebereich tätig sind oder eine Tätigkeit in diesem Bereich anstreben.

  • ein abgeschlossenes Bachelor-Studium der Gesundheits- und Krankenpflege (180 ECTS-Anrechnungspunkte) oder
  • die Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege bzw. eine gleichwertige, anerkannte (internationale) Berechtigung im Sinne des GuKG idgF und eine zweijährige Berufserfahrung im Bereich der Gesundheits- und Krankenpflege oder
  • die allgemeine Hochschulreife für österreichische Universitäten oder Fachhochschulen (analog § 64 UG idgF) und die Berufsberechtigung im gehobenen Dienst für Gesundheits- und Krankenpflege bzw. eine gleichwertige, anerkannte (internationale) Berechtigung im Sinne des GuKG idgF und ein Empfehlungsschreiben des Dienstgebers. 

Der Universitätslehrgang Sonderausbildung in der Pflege bei Nierenersatztherapie wird als Vollzeitstudium angeboten, umfasst zwei Semester und gliedert sich in Unterrichtsfächer und Abschlussarbeiten,  für die insgesamt 61 ECTS- Anrechnungspunkte vergeben werden.

Die Abfolge der Unterrichtsfächer ist nicht aufbauend und kann von der Lehrgangsleitung geändert werden.

Der Inhalt ist durch die GuK-SV i.d.g.F. vorgegeben.

Er gliedert sich in die Bereiche:

  • Pflegerisches Sachgebiet
  • Medizin-wissenschaftliches Sachgebiet
  • Praktikum
  • Abschlussarbeit

Der Universitätslehrgang gilt als erfolgreich absolviert, wenn alle Prüfungen und Praktika sowie die schriftliche Abschlussarbeit positiv abgeschlossen wurden. Die einzelnen Beurteilungen werden im Abschlusszeugnis aufgeschlüsselt.

Nach positiver Erbringung sämtlicher, im gegenständlichen Curriculum vorgesehener Leistungsnachweise wird den Absolventinnen und Absolventen des Universitätslehrgangs die Zusatzbezeichnung

„Akademische/r Experte/in in der Pflege bei Nierenersatztherapie“

verliehen und ein Abschlusszeugnis der Medizinischen Universität Graz ausgestellt (vgl § 87a Abs 2 UG idgF und § 11 Abs 2 GuKG idgF). Außerdem ist den Absolventinnen und Absolventen ein Diplom, das zur Ausübung der Spezialaufgabe berechtigt, auszustellen.

€ 5.729,40

Ärztliche wissenschaftliche Leitung:

Primaria Univ.-Prof. Dr. Sabine Horn

Pflegewissenschaftliche und organisatorische Leitung:

Mag. Andrea Maierhofer, BSc, MSc

 

 

  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT
  • TEXT